Sommersemester 2014

Auch im Sommersemester 2014 bekamen Studierende der Hochschule der Medien bei einem Blockseminar die Gelegenheit, gemeinsam mit Dr. Harald Henzler von smart digits einen Ausflug in die Praxis der Digitalen Produktentwicklung zu nehmen.

Sommersemester 2013
Am 22. und 23. März 2013 hielt der protoTYPE-Stiftungsdozent Dr. Harald Henzler von smart digits das Blockseminar „Digitale Produkte entwickeln – Lösungen für Medienunternehmen im digitalen Zeitalter“. Die Teilnehmer waren Studenten des Studiengangs Mediapublishing an der HdM. Der Gastgeber Prof. Dr. Okke Schlüter, Professor für Medienkonvergenz im Verlagsstudiengang Mediapublishing, unterstützt als Experte protoTYPE.

In zwei Tagen sollten 14 Studenten der HdM innovative Ideen für digitale Produkte entwickeln. Aber wo soll man anfangen, wie geht man vor, wie bewertet man die ersten Ideen? Mit der Methode von smart digits wurden die Ideen auf sechs Kriterien geprüft und bewertet und in iterativen Schritten immer weiter geschärft. Die Gruppen erarbeiteten Lösungsvorschläge, die durch das Plenum kritisch kommentiert wurden, so dass sie in mehreren Schleifen zu einer immer genaueren Beschreibung kamen. Michael Justus, Geschäftsführer der Fischer Verlage, gab am zweiten Tag wertvollen Input, der den Teilnehmern aus erster Hand die Herausforderungen und Lösungsansätze im digitalen Markt aufzeigte.

Eine Studentengruppe setzte sich mit dem Thema eBook Extension auseinander. Carina Friemann über ihre Gruppe und Eindrücke zum Seminar:

Inhalt der Veranstaltung war es, eine Innovation zu entwickeln. Wir wurden von Herrn Henzler durch verschiedene Präsentationen eingewiesen und mussten dann selber ran: Was braucht die Branche unbedingt? Immer wieder sind wir auf Grenzen gestoßen, diese Idee geht nicht weil …, diese Idee hatte schon …, das ist viel zu kompliziert, da … Herrn Henzler wies uns dann darauf hin, uns die Rezipienten Seite anzusehen – was wünschen sich die Kunden eigentlich? Was braucht der heutige Nutzer von Büchern, was er noch nicht hat?
So sind wir auf die verschiedensten Dinge gekommen: angereicherte E-Books, eine Austauschplattform und ein individuell auf den Kunden angepasstes Tool, welches Bücher vorschlägt, die man als nächstes Lesen könnte.

An welchen Projekt bist Du beteiligt und warum braucht es diese Idee?
E-Book Extension: individualisierte Werbung in eBooks in Form einer Slideshow.
In der Regel orientiert sich der Leser beim Kauf einerseits an den Novitäten eines Verlags sowie an den Bestsellern. Dadurch rückt die umfangreiche Backlist in den Hintergrund, die darin enthaltenen Titel sogar in Vergessenheit. Mit dem von uns entwickelten Tool werden dem Leser Bücher vorgeschlagen, die auf dem zuletzt gelesen Inhalt basieren. Durch die detailliert gegebenen Schlagworte in den Metadaten der Titel kann das Tool Bücher auswählen, die zum Nutzer passen. Diese Idee ist unabhängiger und genauer auf die Bedürfnisse des Lesers angepasst als die Vorschläge auf den üblichen Websites, die man sonst nutzt um an neuen Lesestoff zu kommen. Außerdem ist die Slideshow Teil des eBooks und ein Blick in die vorgeschlagenen Titel unumgänglich.

Wie siehst du die Buchbranche heute?
Die Buchbranche befindet sich immer noch im Wandel – Innovationen sind so gefragt wie nie. Digitalisierung und Amazon hört man überall. Um Schritt zu halten muss etwas getan werden. Das innovative Denken der Verlage muss weitergehen. Sie müssen flexibel handeln und versuchen den Endkunden zu halten, indem sie ihm klarmachen worin die value proposition von „Verlags-eBooks“ liegt, da es heute möglich ist, dass jeder sein eigenes eBook publizieren kann.

Welche Entwicklungen der Branche sind für Dich zukunftweisend bzw. werden in den nächsten 10 Jahren den Markt verändern?
Das Thema eBooks und deren Anreicherung wird noch eine große Rolle spielen. Hier geht es wahrscheinlich vor allem um das finanzielle: lohnt sich eine Investition? Wird mein Produkt angenommen und welche Zahlungsbereitschaft gibt es? Auch der Zeitungsmarkt wird eine Veränderung mit sich bringen, eine Weiterentwicklung der Idee „individuelle Zeitungen“ wird unumgänglich.

Was wünscht du Dir für die Branche und vom Börsenverein?
Offenheit für neue Innovationen von jungen, kreativen Köpfen und weniger Angst vor Neuem. Weitere Projekte, die einen Austausch von vielen verschiedenen Menschen ermöglicht, aus denen sich neue Innovationen entwickeln. Vertrauen auch in Berufseinsteiger/Neulingen in der Branche und geringere Ausbeute von Praktikanten. Flexibilität und Geschlossenheit gegenüber Monopolisten.

Kennst Du Projekte, die protoTYPE ähnlich sind?
Nein, leider nicht. Dennoch war es eine sehr gute Erfahrung für alle Beteiligten. Diese Mischung aus uneingenommenen Studenten, die in der Branche etwas erreichen und ihren Teil dazu beitragen möchten geleitet von jemanden, der sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet mitbringt, bietet eine tolle Voraussetzung für neue, kreative und innovativen Ideen.
In einer anderen Gruppe wurde die Idee eines Buch-Game Hybrids ausgearbeitet:

Sommersemester 2012
Am 13. und 14. April und am 4. Mai 2012 war Martin Fröhlich von PaperC als Stiftungsdozent an der Hochschule der Medien in Stuttgart und hielt im Studiengang Mediapublishing ein Blockseminar zum Thema „E-Publishing – Neue Vertriebswege im Zeitalter des Internets für die Verlagsbranche“. Als Praxisbotschafter begleitete Dr. Bertram Salzmann, Geschäftsführer bei UTB das Seminar. Prof. Dr. Okke Schlüter, Professor für Medienkonvergenz im Verlagsstudiengang Mediapublishing an der Hochschule der Medien in Stuttgart unterstützte ebenfalls das Projekt protoTYPE und stand den Teilnehmern auf Wunsch beratend zur Seite.