Kristina Auer, Harrassowitz Verlag

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Christoph Bartels, Schweitzer Fachinformationen Boysen + Mauke

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

protoTYPE selber. Weil genau so ein Projekt, mit der Idee die verschiedensten Leute und deren Ideen einzusammeln, ganz wichtig für unsere Branche ist.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Dass man immer wieder neu denken muss. Sich nicht auf irgendeinen Status Quo auszuruhen. Sondern sich immer wieder in seinem Handeln zu überdenken und Dinge auszuprobieren. Das ist manchmal anstrengend, macht aber auch viel Spaß!

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie sieht das Sortiment der Zukunft aus? Mit welchem Service, welchen Geschäftsmodellen macht sich das Sortiment attraktiv gegenüber einer immer stärkeren Macht durch Online-Wettbewerber?

 

 

Katja Biallaß, S. Fischer Verlag

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Welcher protoTYPE bist Du? Hersteller, Koordinator, Zahlenmensch

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

protoTYPE 😉

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Eine neue Idee haben und – egal wie verrückt sie am Anfang zu sein scheint – an sie glauben und den Mut haben sie weiterzuentwickeln.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Keiner weiß, wohin die Reise genau geht – wie stehen die elektronischen zu den gedruckten Medien in Zukunft, wie werden die Medien nebeneinander existieren und wie bzw. mit welchen Mitteln muss der Weg für die Co-Existenz (weiter) geebnet werden?

 

 

 Daniel Bräuer, selbständig

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Welcher protoTYPE bist Du?

Ideengeber, Kreativer, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Amazon, zwar zweischneidig, aber hat vieles gut erkannt und umgesetzt. Motto: »Was wird sich in den nächsten 5 bis 10 Jahren NICHT ändern?«

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

… noch nicht dagewesen, stößt manche vor den Kopf, fordert heraus, will herausgefordert werden, gilt als unmöglich, bricht mit Konventionen.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

DER Missing Link zwischen den Formaten (Print-, e-, Hörbuch), Plattformen (Buch, PC, Reader, Tablet, Handy), dem Zukünftigen und, ähm … dem Leser!

 

 

Dennis Brunotte, freier Lektor

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Koordinator, Zahlenmensch

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Unternehmen Inklink: Entwicklung von animierten eBooks; Pearson kauft für knapp 100 Mio. Euro Authors Solutions.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Paul-Fabian Kremershof hat es in seinem Fragebogen gut ausgedrückt: Kombination von bekannten Eigenschaften/Produkten kann zu Neuem führen. Innovation ist Chance und Gefahr zugleich, insbesondere disruptive Innovationen, die unsere Branche zur Zeit unter Druck setzen.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Welche Rollen wollen Verlage spielen im Kontext von Selfpublishing, wegbrechendem Vertriebskanal Buchhandel und steigendem Kostendruck (auch aufgrund geringer Auflagen)? Wozu brauchen Autoren also noch Verlage?

 

 

Ninja Etienne, Studentin Master Computing in the Humanities, Angewandte Informatik in den Geistes- und Kulturwissenschaften, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Entwickler, Kreativer

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Die Präsentationssoftware PREZI. Denn sie ermöglicht es, einem bildlich-assoziativ denkenden Publikum Inhalte anschaulich zu vermitteln. Die meisten Menschen denken nun mal nicht in Baumstrukturen … ich weiß, das kommt überraschend 😉

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Innovation ist für mich nicht nur gleichzusetzen mit »Neuerung«. Auch »alte« Gedanken, Konzepte, Ideen können Innovationspotential haben – oft sind sie die besten Herde für Innovationen. Am Beispiel »Drop Box«: Menschen besitzen seit jeher das Bedürfnis sich auszutauschen, unter anderem, indem sie Materialien untereinander »sharen«. Der Mensch ist schließlich keine Insel, sondern Teil seiner Welt, seines sozialen Kontextes. Dementsprechend sinnig ist es, digitale Metaphern (Drop Box, E-Mail, Google Docs etc.) für realweltliche Konzepte zu finden. Altbewährtes neuinterpretieren – aber auch Wechselwirkungen zwischen analoger und digitaler Welt zulassen. Gleiches gilt auch für das Verlagswesen – eines der spannendsten Themen in der nächsten Zeit: Es gilt die Kernkompetenzen in die digitale Welt zu transferieren, aber auch neue Ansätze zu entwickeln.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Die zentrale Frage der Branche sollte die nach dem »wie überleben wir?« sein. Dass dies wirklich wünschenswert ist, kann ich als User mit einem Begriff benennen: Qualitätssicherung! Obwohl ich ein »Digital Native« bin, glaube ich an die Herzstücke des Verlagswesens. Der somit am dringendsten benötigte protoTYPE muss etwas mit den Themen Leistungsschutzrecht und Plattformen zu tun haben. Die Branche muss, um überleben zu können, ihre Abhängigkeit von Apple Store, Amazon und Co. verringern sowie neue Geschäftsmodelle entwickeln.

 

 

Annedore Friedrich, Studentin Buchwissenschaft und Germanistik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Kreativer

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Buchkarriere – Dein Platz in der Buchbranche. Find ich ein tolles Projekt, weil es Arbeitsgeber und den Branchennachwuchs einander annähert und für beide Seiten neue Anreize schafft.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Etwas Neues schaffen, das es in dieser Form vorher noch nicht gab, das den Menschen zugutekommt und ihren Alltag erleichtert.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Neue Anreize zum Lesen (in welcher Form auch immer) schaffen, damit mehr junge Menschen Spaß daran haben und echtes dauerhaftes Interesse geweckt wird. Das ist für mich zugleich auch die zentrale Frage, die sich die Buchbranche immer wieder neu stellen muss.

 

 

Jürgen Gundlach, selbständiger IT-Berater

Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Entwickler, Koordinator

 Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Alle aus den USA und fast alle aus dem Umfeld von Zeitschriften: 1.) ProPublica – Förderung des investigativen Journalismus durch Stiftungen 2.) ZITE – Artikelempfehlungen auf Basis semantischer Netze 3.) Flipboard – Aggregator von News 3.) Quartz und Circa – neue Formen des Erzählens und Präsentierens von Nachrichten 4.) tumblr – Microblogging

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Wenn die Mauern überlieferter Konventionen einbrechen, wenn Autos nicht mehr wie Pferdefuhrwerke aussehen, wenn im Kino kein gefilmtes Theater gezeigt wird und wenn digitale Produkte nur noch entfernt an gedruckte Bücher oder Zeitschriften erinnern.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

a) Für eBook-Sachbücher: neue Formen des Erzählens, der Gestaltung, des Präsentierens und des Marketing. b) zentrale Frage: neue Geschäftsfelder entdecken bzw. kreieren und dort Geld verdienen.

 

 

Eva Heptner, Studentin Druck- und Medientechnik

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Welcher protoTYPE bist Du?

Kreativer, Hersteller, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Ich bin von protoTYPE selbst sehr angetan. „Projekttage“ für Start-Ups gibt es inzwischen einige. Aber neue Ideen, für die sonst kaum jemand Zeit findet, in der Buchbranche entwickeln zu können und hierfür eine Plattform zu bekommen, ist besonders. Nicht der Drang, am Ende ein perfektes Produkt und ein neues Unternehmen zu kreieren, sondern die Innovation an sich steht hier im Vordergrund.

 

Was bedeutet eigentlich „Innovation“ für Dich?

Innovation bedeutet, Vorhandenes und Vertrautes zu verändern, neu zu interpretieren und hinter sich zu lassen. Aus Stillstand folgt Untergang. Veränderte Bedürfnisse sollen mit dem Betreten neuer Wege und der Entwicklung neuer Produkte oder Dienstleistungen nachhaltig befriedigt werden können.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie kann Menschen der Wert eines digitalen, nicht greifbaren Produktes verdeutlicht werden? Und wie kann man sie damit motivieren, Geld für ein solches auszugeben?

 

 
Tea Herovic, Carl Hanser Verlag

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Jessica Herz, DATAKONTEXT Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm

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Welcher protoTYPE bist Du?

Ideengeber, Kreativer, Koordinator, Wortakrobat

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Doo: eine simple Idee, die bisher jedoch nie umgesetzt wurde. Joorapp: Cloudservice zur Generierung von mobilen Applikationen (Smartphone Apps). Die Idee des Crowdfunding und die entsprechenden Plattformen – die Mikro-Finanzierung durch viele erlaubt die Umsetzung von Projekten, ohne dass einzelne »große« Geldgeber gefunden werden müssen. Das pusht Innovation!

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Förderung von Freidenkertum, Raum für Ideen und Ausprobieren, keine Angst vorm Scheitern und Offenheit gegenüber neuen Technologien. Jedes Herz ist eine revolutionäre Zelle – wenn die Unternehmenskultur es zulässt!

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Die Verlagsbranche muss weg von starren Geschäftsmodellen und Strukturen, nur weil diese jahrzehntelang funktioniert haben, hin zu einer neuen Kultur der Innovationsfreude und des Ausprobierens. Innerhalb weniger Jahre hat sich die Kommunikation so dramatisch geändert, dass eigentlich jeder Verlag heute auch Informationsdienstleister und IT-Unternehmen (Fachverlag) bzw. Entertainment-Unternehmen (Publikumsverlag) sein müsste! Konkret benötigen wir kurz- und mittelfristig gute Lösungen für Content Marketing, Mobile Publishing und generell für nutzerfreundliche digitale Geschäftsmodelle.

 

 

Paul-Fabian Kremershof, Student

Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Kreativer, Wortakrobat

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Instagram. Nicht, dass ich ein fanatischer Nutzer dieses Programms wäre, das Fotos einen beschleunigten Alterungsprozess beschert. Jedoch ist Instagram aus doppeldeutiger Sicht innovativ: Es hat zum einem den Zeitgeist erfasst, Erlebtes in Form von Fotos zu »nostalgisieren« und erfährt im Social Web hohe Popularität. Zum anderen verbildlicht es unsere »rückwärtsgewandte« Generation, die durch Ironie, Trash und Nostalgie geprägt ist und ihren eigenen Erlebnisse diese Attribute verleihen möchte. Instagram beweist, dass die Rekombination von Alt und Neu, sprich, das Alte in den neuen digitalen Kontext zu setzen, eine Innovation ist, die Resonanz hat.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Innovationen sind nicht nur Ideen und »Geistesblitze« aus dem Nichts heraus, sondern auch kreative Rekombination vom Bewährten und Guten und diese in einen neuen medialen, situativen und körperlichen Kontext zu stellen.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie kann man dem Digitalen den Charme verleihen, den ein gedrucktes Buch innehält?

 

 

Laura Müller, Studentin Angewandte Literaturwissenschaft, Freie Universität Berlin

Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Wortakrobat

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Elisabeth Ruge – für ihren Mut und ihren Glauben an Literatur.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Sich keine Grenzen auferlegen zu lassen und kein »unmöglich« zu kennen.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie verkaufen wir Inhalte unabhängig von ihrer Materialität? Wie lässt sich »Lesen« neu denken? Und wie kann Lesen ein gemeinschaftlicher Akt werden?

 

 

 Sanna Mustelin, Studentin Buchwissenschaft und British Studies, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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Isabelle Nölle, Ullstein Buchverlage

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Kreativer, Zahlenmensch

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Der Musikdienst Spotify – weil er zeigt, dass wir für Medieninhalte, die überall im Netz verfügbar sind, nur dann zu zahlen bereit sind, wenn wir als Kunden einen echten Mehrwert erhalten. Mit seiner Anbindung an Facebook, der Verknüpfung z.B. zu Konzert-Apps, der Ubiquität meiner Musik und einem Abo-Bezahl-Modell hat Spotify ein gutes Gespür für die Bedürfnisse der Musikkonsumenten gezeigt. Ich bin mir sicher, dass es nicht nur bei Musik bleiben wird …

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Ohne Grenzen und Angst neugierig sein und immer wieder beharrlich darauf drängen, besser zu werden.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie schaffen wir es, vom Anbieter von Büchern und E-Books zum Content-Aggregator zu werden? Welche Netzwerke müssen wir hierfür anbahnen? Und welchen Mehrwert können wir über das reine Leseerlebnis hinausgehend zur Unterhaltung und Bildung des Konsumenten beitragen?

 

 

 Stefanie Penck, Penck Publishing

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Welcher protoTYPE bist Du?

Ideengeber, Kreativer, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Selfpublishing-Modelle, die das Selbstverständnis der etablierten Verlage in Frage stellen; verkehrte Welt der Kasakadenverwertung: vom ebook zum TB zum HC; »Be the Monkey« von Barry Eisler und Joe Konrath, 2011: sehr aufschlussreich und unterhaltsam.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Das Verlassen der eingetretenen Pfade, Um- und Neudenken des Immergleichen, Innovation braucht Investition (Idee, Zeit, Budget).

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Die Verlage? Brauchen ein neues Geschäftsmodell. Der Buchhandel? Mausetot. Die Autoren? Suchen sich alternative Publikationsmöglichkeiten. Also: Welchen Weg nimmt der Inhalt/Content zum Leser/User und umgekehrt: Welchen Inhalt/Content will der User/Leser und wie findet er ihn? Wie werden daraus für alle Seiten zufriedenstellende Geschäftsmodelle generiert?

 

 

Charlotte Reimann, Kosmos Verlag

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Welcher protoTYPE bist Du?

Ideengeber, Kreativer, Koordinator, Wortakrobat

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Google: Vernetzung, Cloud, Kommunikation, User-Orientierung; Leander Wattig: Vernetzung; Bastei Lübbe: E-Serienroman, Marketing, Academy

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Neues ausprobieren und Bestehendes verbessern, auch wenn der Erfolg zunächst ungewiss scheint und es (noch) kein best-practice-Modell gibt.

 

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie können Verlage mit ihren Inhalten im Netz Geld verdienen? Und wie können sie sich gegenüber internationalen Playern wie Apple, Amazon und vor allem Google behaupten?

 

 

Wilhelm Schäfer, typocepta

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Kreativer, Hersteller

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Ich sage das nicht gerne, aber Amazon setzt Maßstäbe, wenn es darum geht, den Kundennutzen in den Mittelpunkt zu stellen. Mut machen mir auch Projekte wie dotdotdot, die als Startup versuchen, lose Fäden zu verbinden.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Innovation ist der Versuch, etwas Neues zu schaffen und etwas maßgeblich zu verbessern. Beides zusammen gelingt selten.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie können elektronische Formate aussehen, die ein ähnliches umfassendes Erlebnis bieten wie ein konventionelles Buch. Ein E-Book muss mehr sein als bloßer »content«.

 

 

 Frank Schilz, Gollenstein Verlag

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Welcher protoTYPE bist Du? Kreativer, Hersteller, Wortakrobat

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Ich liebe den neu eröffneten Doughnut-Stand in unserer lokalen Einkaufs-Galerie. Er ist der beste Beweis, dass sich das richtige Produkt am richtigen Ort und ansprechend präsentiert quasi von selbst verkauft. Angebote, die sich am Markt orientieren, das ist für mich ein wichtiger Eckpfeiler von »innovativ«, mal abgesehen von der klassischen Definition.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Ideen und Visionen spielerisch auszutesten, in einem nächsten Schritt konkret umzusetzen, aber immer auch zur Freude und zum Nutzen der potentiellen Nutzer, Kunden und Käufer und durchaus mit der Absicht, über kurz oder lang einen Deckungsbeitrag zu erzielen.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Ich empfinde die Selfpublishing-Bewegung befreiend und als Bereicherung für den Buchmarkt, eine echte Graswurzel-Revolution. Die häufige Abwesenheit von jeglichem Lektorat produziert jedoch oftmals Wortmüll. Ein protoTYPE auf Crowdsourcing-Basis ist wünschenswert und vonnöten. Die zentrale Frage der Branche ist, die Freude an Literatur zu erhalten, ganz unabhängig vom Medium, auf dem sich diese präsentiert.

 

 

Armin Schobloch, Verlagsgruppe Hüthig Jehle Rehm

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Entwickler

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Die Renault Z.E.- Modelle. Sie verbinden bekannte Gewohnheiten (Tanken) und nachvollziehbare Anforderungen (lange Autofahrten) mit moderner Technologie und innovativen Geschäftsmodellen.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Innovativ kann sowohl das kleine Neue wie die große Erfindung sein. Innovativ ist etwas dann, wenn sich dadurch Lebens-, Arbeits-, Denk- oder Verhaltensweisen anpassen und verändern.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Für Inhalte gibt es kein Schwarz oder Weiß. Doch es muss Werkzeuge geben, die die Vorteile der beiden Welten Print und Digital verbinden anstatt sich gegenseitig zu bekämpfen.

 

 

Cathrin Scupin, Fundación BBVA

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

PaperC ist meiner Meinung nach innerhalb der Buchbranche eine wirklich innovative Geschäftsidee. Aktuelle Innovationen, die mich faszinieren, sind das 3D-Printing, welches wirklich das Potenzial zu haben scheint, Prozesse und Geschäftsmodelle grundlegend zu verändern, und das Konzept der »Gamification«, also die Idee, mit Game-Design Lösungen für Probleme der realen Welt zu suchen und Denkmuster zu verändern. Konkrete Beispiele sind EVOKE oder »World without Oil« – die innovative Person dahinter ist Jane Mc Gonigal.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Voraussetzungen für Innovationen sind für mich Zuhören, Beobachten, Fragen stellen, Reflektieren, Ideen aufbrechen, sich und andere öffnen, sich austauschen, die Bereitschaft haben, Komfortzonen zu verlassen, Leute aktiv einbeziehen, Motivation. Zur Innovation selbst gehört für mich, Grenzen aufzubrechen, sich zu trauen, bewusst zu riskieren, um die Ecke zu denken, bewusst Blickwinkel zu ändern, Ideen zu verwerfen, scheitern zu dürfen und positive Energien zu entwickeln.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Veralterte bzw. festgefahrene Denkmuster, Firmenstrukturen und Prozesse verhindern oder blockieren oft die Entwicklung und/oder Umsetzung wirklich innovativer Lösungsansätze. Deshalb interessiert es mich, wie Firmenkulturen und Arbeitsumfelder beeinflusst werden können, um sie zu innovativen, vibrierenden Umfeldern zu machen: Wie können zukünftige Arbeitsmodelle bzw. Firmenstrukturen in der Verlagsbranche aussehen, die sowohl mentale als auch strukturelle Flexibilität ermöglichen, gleichzeitig aber genug finanzielle Sicherheit bieten, um experimentieren zu können und Risiken einzugehen? Wie werden Prozesse zukunftstauglich und flexibel und wie kann ich Mitarbeiter einbeziehen, motivieren und gleichzeitig dazu animieren, sich ständig weiterzuentwickeln und neuen Denkmustern zu öffnen?

 

 

Andrea Steiner, Buchhändlerin, jetzt Studentin Buchwissenschaft, Johannes Gutenberg-Universität Mainz

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Entwickler, Kreativer, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Momentan finde ich das Projekt/Thema »Bücher werden grün« sehr interessant. In den letzten beiden Jahren hat mich BuchKarriere sehr beeindruckt. Die Idee ist hervorragend und sehr informativ für alle, die was mit Büchern machen. Hut ab vor den beiden Damen. Schreibtischtäter ist auch noch ein Projekt, das ich toll finde, da es auch für »normale« Leute leicht geht, ihre Geschichten und Gedichte zu veröffentlichen und dazu bekommt man noch tolle Hilfen, wie man schreiben kann.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Innovation bedeutet für mich, dass es etwas Neues ist. Egal ob alte Ideen/Sachen/Projekte neu angepasst auf die heutige Zeit oder komplett neue Ideen umgesetzt, die den Blickwinkel erweitern.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Die zentrale Frage ist der Umbruch, in dem die Buchbranche steckt, es gibt viele Punkte, die in diesem Jahr interessant werden. Fusion von Penguin und Bertelsmann, das Sterben der Zeitungsverlage und der Rückgang zu kleinen Buchhandlungen. Die länger bestehenden Probleme wie Internethandel und E-Books am deutschen Markt und Buchpreisbindung sind immer ein Thema wert.

 

 

Stefanie Steinhorst, Tessloff Verlag

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Welcher protoTYPE bist Du? Kreativer, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Faszinierend sind Technologien, die unser Leben bald erheblich verändern werden: Mit 3D-Printern können schon jetzt alle möglichen Gegenstände »gedruckt« werden, vom kleinen Spielzeug bis hin zum großen Haus, sogar Fleisch und Organe sollen in Zukunft gedruckt werden können. In naher Zukunft wird jedermann sich drucken können, was ihm gerade fehlt. Ebenso spannend sind Technologien, die uns irgendwann einmal beim Spaziergang durch die Stadt ganz automatisch Informationen zu unserer Umgebung anzeigen, die uns Nachrichten einblenden oder das, was wir gerade sehen, an Freunde übermitteln. Google Glasses ist im Beta-Test, an Kontaktlinsen mit derselben Funktionalität wird geforscht. Das könnte sowohl den Mobile-Markt als auch unseren Alltag ziemlich verändern.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Immer einen Schritt voraus zu sein; zu jedem Zeitpunkt im Blick zu haben, wie unsere Welt in 10 Jahren aussehen wird; Produkte und Prozesse an sich verändernden Bedürfnissen auszurichten; Bestehendes zu überdenken und immer wieder in Frage zu stellen, um neue Lösungen zu finden.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Neue bzw. erfolgversprechende Geschäftsmodelle im digitalen Bereich.

 

 

Michaela Wied, MVB

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Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

Die »Radbase« der Thieme Verlagsgruppe – ein digitales Produkt zur Unterstützung von Radiologen bei der Befundung von Patienten.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Innovation bedeutet für mich, Lösungen zu finden, die Menschen einen Mehrwert bieten. Besonders gut sind die Innovationen, die Lösungen schaffen für Probleme, von denen die Menschen noch gar nicht wußten, dass es Probleme sind.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Wie können sich Buchhändler gegenüber den digitalen Vertriebswegen behaupten? Wie müssen sie ihre Produkte und Dienstleistungen gestalten, um marktfähig zu bleiben? Stichwort: Erlebniswelt des physischen »analogen« Einkaufs, persönliche Empfehlungen etc.

 

 

Viktoria Zimmermann, Carlsen Verlag

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Welcher protoTYPE bist Du? Ideengeber, Koordinator

Welches Projekt, Produkt, welche Idee oder auch Person fandest Du in den letzten zwei Jahren besonders innovativ – und warum?

WhatsApp … und plötzlich spielt die SMS-Flatrate keine Rolle mehr.

Was bedeutet eigentlich »Innovation« für Dich?

Neue Denkweisen, die einen zum Vorreiter machen und nicht zum Mitläufer.

Für welches Problem der Branche bedarf es Deiner Meinung nach dringend eines protoTYPEN? Und was ist für Dich die zentrale Frage der Branche?

Prototypen für qualitativ hochwertige, digitale Inhalte, die dem Endkunden tatsächlichen Mehrwert bieten und die die zahlreichen Möglichkeiten der Hardware ausnutzen. Wie reagiert der stationäre Buchhandel auf den erhöhten Beratungsbedarf bezüglich eBooks, eReader etc. ihrer Kunden?